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LEBENSFREUDE FÜR EINEN 91 JÄHRIGEN MÜNCHNER

Georg H. (Name geändert) ist gebürtiger Münchner und heute 91 Jahre alt. Er ist seit 20 Jahren verwitwet und lebt seit 2017 in einem Münchner Pflegeheim. Als junger Mann ist er auf dem Weg zur Straßenbahn mit dem Kopf gegen ein Straßenschild gelaufen, stürzte auf die Gleise und wurde ohnmächtig. Die heranfahrende Straßenbahn trennte ihm eine Hand ab. Trotz dieser Einschränkung hat Herr H. sein Leben lang als Nachtwächter für verschiedene Unternehmen in München gearbeitet. Seine Rente ist jedoch sehr gering. Bis vor zwei Jahren lebte Herr H. alleine in einer kleinen Mietwohnung und konnte sich selbst versorgen. Nach einem Sturz wurde er in ein Pflegeheim eingewiesen. Heute muss er aufgrund einiger altersbedingter Einschränkungen öfter Zeit im Bett verbringen. An guten Tagen nimmt Herr H. im Rollstuhl an kleineren Ausflügen teil. Der Rollstuhl hat aber keine Fußstützen mehr, da diese entwendet wurde. Er muss daher während der gesamten Zeit, in der er geschoben wird, die Beine anheben. Das ist mittlerweile sehr beschwerlich für ihn und er kann diese kleinen Höhepunkte in seinem einsamen Alltag kaum genießen. Auch auf mehrfaches Nachfragen beim Pflegeheim hat er bis heute keine neuen Fußstützen bekommen. Die Marianne Strauß Stiftung hat bei der Anschaffung der Fußstützen geholfen. Herr H. war zu Tränen gerührt. Er hatte sich geschämt einen Antrag über seine Sozialarbeiterin bei der Marianne Strauß Stiftung zu stellen. Da ist er kein Einzelfall.

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