AKTUELLE FÄLLE

STARTHILFE FÜR EIN JUNGES VERGEWALTIGUNGSOPFER

Kathrin Z. (Name geändert) ist 19 Jahre alt, lebt in Niederbayern und wurde im Sommer 2018 das Opfer einer Vergewaltigung, als sie am Heimweg von der Uni war. Aus dieser Gewalttat heraus wurde sie schwanger. Dies hat sie sehr in ihren seelischen Grundfesten erschüttert. Frau Z. zog sich in ihrem kleinen Zimmer im Studentenwohnheim völlig in sich zurück, litt unter Scham- und Schuldgefühlen, hatte keinen Kontakt mehr zu den Eltern, ging nicht mehr aus der Wohnung und besuchte auch keine Vorlesungen mehr. Sie absolvierte keine Prüfungen und wurde exmatrikuliert. Frau Z. empfand die Schwangerschaft als immense psychische Belastung und fasste erst im sehr fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft den Mut Kontakt zu einer Frauenärztin aufzunehmen. Eine Abtreibung war nicht mehr möglich. Das Kind wurde Anfang 2019 geboren und sofort zur Adoption gegeben. Nach der Exmatrikulation konnte die junge Frau nicht mehr im Studentenwohnheim wohnen und hat ein kleines Zimmer angemietet. Seit geraumer Zeit ist Frau Z. völlig mittellos, bzw. hat all ihre Ersparnisse aufgebraucht. Über einen sozialen Dienst konnte eine kleine Spende zur Überbrückung ermöglicht werden. Anträge beim Jobcenter wurden bereits für sie gestellt. Wir wurden um einen Zuschuss für einige Einrichtungsgegenstände gebeten. Die Marianne Strauß Stiftung hat die junge Frau bei der Anschaffung von Möbeln unterstützt. Frau Z. befindet sich mittlerweile in psychologischer Betreuung, hat wieder Kontakt zu ihren Eltern aufgenommen und konnte ihr Studium an einer anderen Uni neu starten.

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